KI-Entwürfe, die Ihre Kanzlei nie verlassen

Unveröffentlichte Erfindungen gehören zu den vertraulichsten Daten einer Kanzlei. PatentFlow entwirft deshalb mit einem Sprachmodell, das auf Ihrem eigenen Server läuft – Erfindungsmeldung, Entwürfe und Ansprüche gehen an keinen Cloud-Dienst. Was das Modell schreibt, folgt den Regeln, die Ihre Kanzlei festlegt.

Ein Modell auf Ihrem Server, neben der Datenbank

Zur Standardinstallation gehört ein lokales Modell (Qwen 2.5 14B über Ollama), das auf demselben Server wie die Datenbank läuft oder auf einem eigenen Server in Ihrem Netz. Zwingend ist es nicht: Die Kanzlei kann auch ausschließlich externe Anbieter anbinden oder ganz ohne KI arbeiten. Auf eine Erfindungsmeldung wird keine KI angewendet, bevor eine Anwältin oder ein Anwalt sie bestätigt hat.

Wer andere Modelle nutzen möchte, bindet sie an – einen eigenen OpenAI-kompatiblen Server oder einen Cloud-Anbieter wie Anthropic. Je Mandant wird festgelegt, welche Modelle seine Akten verarbeiten dürfen; Standard ist das lokale Modell, sofern eines installiert ist – ein externes Modell wird nur nach ausdrücklicher Wahl verwendet –, und jeder KI-Aufruf wird mit Modell, Person und Akte protokolliert.

Die KI-Anbieter mit dem lokalen Modell auf dem Kanzleiserver

Entwürfe nach den Vorgaben Ihrer Kanzlei

Stil, Aufbau und Checklisten stammen aus Vorgaben, die die Kanzlei selbst schreibt und versioniert – je Aufgabe, Amt und Sprache, etwa ein Musteranspruchssatz für das EPA oder ein Glossar für englische Entwürfe. Sie gehen in jede Anfrage ein, damit das Modell so formuliert, wie die Kanzlei formuliert.

Aus der Erfindungsmeldung schreibt das Modell eine Gliederung, die Ansprüche, die Beschreibung mit einem Abschnitt je Figur und die Zusammenfassung, für DPMA, EPA, USPTO oder PCT, auf Deutsch oder Englisch. Auf einem Server mit GPU dauert ein Entwurf meist wenige Minuten, auf einem reinen CPU-Server deutlich länger; er entsteht im Hintergrund, und wer ihn gestartet hat, erhält eine E-Mail, sobald er fertig ist.

Die KI-Vorgaben mit den Formulierungsregeln und Musteransprüchen der Kanzlei

Bearbeiten, überarbeiten, besprechen

Jeder Entwurf öffnet sich in einem Editor mit automatischem Speichern und Rückgängig. Einzelne Abschnitte oder Ansprüche lassen sich mit einer Anweisung überarbeiten, und ein Chat neben dem Entwurf beantwortet Fragen und schlägt Änderungen vor, die mit einem Klick übernommen werden – Diktat inklusive, transkribiert im Browser.

Hinweise zeigen fehlende Bezugszeichen, Ansprüche mit unstimmigen Rückbezügen und noch offene Platzhalter. Die fertigen Unterlagen werden als Word, PDF oder Markdown im Format des Amts exportiert.

Der Editor mit der Beschreibung und dem Chat daneben

Anspruchsbaum und Zeichnungen

Der Anspruchsbaum zeigt, welcher Anspruch sich auf welchen bezieht; beim Umnummerieren bleiben die Bezüge richtig. Das Figurenwerkzeug macht aus Skizzen, Fotos und CAD-Screenshots schwarz-weiße Zeichnungsblätter im Format des Amts und setzt die Bezugszeichen, die das Bildmodell vorschlagen kann.

Der Anspruchsbaum mit den Rückbezügen

Übersetzungen mit Terminologieliste

Für eine Anmeldung in einer anderen Sprache schlägt das Modell zuerst eine Terminologieliste vor, die in der Kanzlei geprüft und korrigiert wird; die Übersetzung hält sich dann daran. Alternativ wird Block für Block per Kopieren und Einfügen mit einem Werkzeug Ihrer Wahl übersetzt.